Teilrente – Fakten zur Berechnung und zum Hinzuverdienst

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Immer mehr Menschen gehen frühzeitig in Rente, mittlerweile fast jeder zweite. Das hat sehr unterschiedliche Gründe. Viele sind den ständig steigenden Erwartungen am Arbeitsplatz einfach nicht mehr gewachsen. Oft häufen sich die gesundheitlichen Probleme im Arbeitsalltag. Manche wollen auch einfach ihr Leben noch genießen, solange sie es noch können.

Teilrente – Vorzeitiger Bezug der Rente

Die Frage ist, ab wann man eine Rente beantragen soll beziehungsweise ab wann es möglich ist. Voraussetzung für den Bezug einer Rente ist generell die Erreichung eines bestimmten Alters und die Erfüllung der Wartezeit, das ist die sogenannte Mindestversicherungszeit. Die Regelaltersgrenze ist je nach Geburtsjahr schrittweise auf 67 Jahre angehoben worden. Man kann die Rente als Voll- oder Teilrente beziehen, zum Beispiel eine Teilrente mit 60.

teilrente mit 60

Ab einem Alter von 60 Jahren kann die Teilrente beantragt werden.

Da das Rentenrecht sehr kompliziert ist, muss man sich frühzeitig informieren und die Vor- und Nachteile einer vorzeitigen Rente sehr genau prüfen, damit man nachher keine böse Überraschung erlebt. Ab 60 Jahre kann man eine Teilrente beantragen. Interessant ist der Bezug einer Teilrente mit 60 für Menschen, die noch berufstätig sind. Entscheidet man sich für den Bezug dieser Rentenform, kann man wählen, ob man diese zu zwei Dritteln, zur Hälfte oder zu einem Drittel bezieht. Je höher die Teilrente, desto niedriger sind die Hinzuverdienstgrenzen. Man verzichtet also auf einen Teil der zustehenden Rente, kann dafür aber mehr dazu verdienen. Da man durch die Berufstätigkeit weitere Beiträge in die Rentenversicherung einbezahlt, steigt auch die spätere Regelaltersrente. Es gibt spezielle Tabellen in die man seine individuellen Werte eingeben kann, um die Höhe der Rente und der Teilrente zu berechnen.

Die Menschen werden immer älter. Damit die Rente finanzierbar bleibt, muss auch die Lebensarbeitszeit erhöht werden. Sonst wird die jüngere Generation immer höhere Beiträge zahlen. Da die Lebenserwartung weiter steigt, ist die Rente mit 67 noch nicht das Ende, der Rentenbeginn soll noch weiter heraufgesetzt werden. Aber nicht jeder ist mit 67 noch in der Lage zu arbeiten und auch von Beruf zu Beruf wird es verschieden sein, ob ein älterer Arbeitnehmer noch die geforderte Leistung erbringen kann. Man denke nur an Schichtarbeiter oder Berufe mit starker körperlicher und seelischer Belastung wie zum Beispiel Pflegeberufe.

Abschlag bei vorzeitigem Bezug

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Die Abschläge sollten vorab durchgerechnet werden, um den wichtigen finanziellen Aspekt abwiegen zu können.

Pro Monat des vorzeitigen Bezugs der Altersrente muss man jedoch einen Abschlag von 0,3 % hinnehmen, auf das Jahr berechnet wären das 3,6 %. Diese Abschläge bleiben bestehen, auch wenn man die Regelaltersgrenze erreicht hat und werden immer weiter von der späteren regulären Rente abgezogenen. Man kann das jedoch ausgleichen, indem man zusätzliche Beiträge entrichtet. Diese sogenannten freiwilligen Beiträge kann man in jedem Jahr bis zu einer bestimmten Frist im Frühjahr für das vorausgegangene Jahr entrichten, um seine Rente zu erhöhen oder um Wartezeiten zu erfüllen. Der Beitrag für 2012 liegt bei 88,20 Euro Mindest- und 1097,60 Euro Höchstbeitrag monatlich. Will man die Rente vorzeitig beziehen, muss man dies bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen. Da jeder Einzelfall verschieden ist, sollte man sich auch zur Beratung ebenfalls an die Deutsche Rentenversicherung wenden.
Für Beamte gelten Sonderregelungen, da sie eine Beamtenpension beziehen. Seit einigen Jahren müssen auch sie einen Abschlag bei vorzeitigem Bezug der Pension hinnehmen. Seit Einführung der Alterabschläge bei Frühpensionierung der Beamten halten diese zum Teil länger durch. Zum Beispiel haben von den Lehrern im Jahr 2011 nur noch 19 % die frühzeitige Pensionierung beantragt, das ist der niedrigste Wert seit Jahren.

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Körperlich schwere bzw. anspruchsvolle Arbeit wird oftmals schlecht bezahlt. Hier besteht in den meisten Fällen, aufgrund der finanziellen Absicherung, keine Option auf eine Teilrente.

Anders sieht es in Berufen aus, die schlecht bezahlt sind, aber körperlich und seelisch sehr belastend sind. Da hält dann kaum einer bis 67 durch und muss Abschläge in Kauf nehmen, obwohl man es sich nicht leisten kann. Eine Erwerbsminderungsrente erhält, wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr oder nur noch stark eingeschränkt arbeiten kann, aber noch nicht das entsprechende Alter für eine reguläre Altersrente hat. Das muss jeweils von einem Arzt bescheinigt werden. Hier werden spezielle Gutachten verlangt, die der sozialmedizinische Dienst dann auswertet. Die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren soll ebenfalls erfüllt sein und drei Jahre Pflichtbeiträge in den letzten fünf Jahren vor Rentenbeginn einbezahlt worden sein. Auch bei dieser Rentenart müssen Abschläge bei Bezug vor dem Erreichen der Regelaltersrente hingenommen werden.

Hinzuverdienst Option bei der Teilrente

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Hinzuverdienst Möglichkeiten können in Anspruch genommen werden. Hier müssen die Grenzen beachtet werden!

Die Grenzen für einen Hinzuverdienst bei Bezug der verschiedenen Renten sind unterschiedlich festgelegt. Bezieht man eine Altersvollrente bei Erreichung der regulären Altersgrenze, kann man unbegrenzt hinzu verdienen. Hat man die Altersgrenze noch nicht erreicht, bezieht aber eine Altersvollrente, liegt die Grenze bei 450 Euro. Zweimal im Jahr darf man dann bis zu 900 Euro hinzu verdienen. Bezieht man eine Altersteilrente ist der Hinzuverdienst individuell begrenzt, je nachdem ob man eine zwei Drittel, eine Halbe oder eine ein Drittel Rente bezieht. Bei einer vollen Erwerbsminderungsrente liegt die Grenze bei 450 Euro, zweimal im Jahr darf man 900 Euro dazu verdienen. Bei teilweiser Erwerbsminderung ist die Hinzuverdienstgrenze höher und muss individuell berechnet werden.